Proteine aus Presskuchen
Wenn hochwertige Pflanzenöle kaltgepresst werden, bleibt als wertvoller Rückstand der sogenannte Presskuchen übrig. Statt diesen zu entsorgen, kann er fein vermahlen und als nährstoffreiches Protein-Mehl genutzt werden – ein Paradebeispiel einer durchdachten Philosophie in der Lebensmittelproduktion, die weitestgehend ohne Ressourcenverschwendung auskommen möchte.
Mehle aus teilentölten Presskuchen entstehen aus dem, was bei der Ölpressung überbleibt und bestehen damit zum Beispiel aus Haselnüssen, Mandeln Hanf, Kürbiskernen oder Leinsamen – je nach Ausgangsprodukt bringen sie ihre eigene Geschmacks- und Nährstoffvielfalt mit. Aus einem Nebenprodukt ensteht dann ein Lebensmittel, das sowohl ökologisch als auch kulinarisch überzeugt und für eine bewusstes und ausgewogenes Ernährungskonzept eine optimale und vor allem natürliche Ergänzung sein kann. Vor allem bezüglich Eiweißgehalt (Proteine) können Presskuchenmehle punkten. Sie enthalten zudem kein Klebereiweiß (Gluten) und sind als Subsitut für Weizenmehle in der Küche einsetzbar.
Die Verarbeitung des Presskuchens zu Mehl steht für eine ganzheitliche Ressourcennutzung. Der Rohstoffs wird weitestgehend verwertet: Das Öl dient als hochwertiges Speiseöl, der Presskuchen liefert ein weiteres Lebensmittel: Protein-Mehle. Glutenfrei und reich an Proteinen überzeugen diese Mehle zudem durch ihren Gehalt an wertvollen Ballaststoffen, Folsäure, ungesättigten Fettsäuren, sowie Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium. Im Durchschnitt liegt der Proteinanteil bei 30 bis 40 %. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, das Kürbiskernmehl mit einem Eiwieiß- oder Proteingehalt von etwa 60 %. Sportlerinnen und Sportler dürfen bewusst aufhorchen, wie können damit ihre Ernährung gezielt aufwerten. Als natürliche und nachhaltige Nährstoffquelle können Protein-Mehle aber eine ausgewogene Ernährung für jeden Lebensstil sinnvoll ergänzen.

