Haselnussmehl
Aus der Nuss wird Öl – und aus dem, was übrig bleibt, entsteht etwas ganz besonderes, zum Beispiel Haselnussmehl. Dieser nachhaltige Genuss ist ein Geheimtipp für alle, die Wert auf natürlichen Geschmack und Nährstoffvielfalt legen.
Haselnussmehl, gewonnen aus dem Presskuchen des Haselnussöls enthält deutlich weniger Fett als gemahlene Haselnüsse, dafür aber mehr Eiweiß und Ballaststoffe. Dadurch ist es nicht nur geschmacklich fein und aromatisch, sondern auch ernährungsphysiologisch interessant und vielseitig einsetzbar.
Besondere Eigenschaften von Haselnussmehl auf einen Blick:
Hoher Eiweißgehalt – ideal für pflanzlich orientierte Ernährung oder zum Aufwerten von Backwaren.
Reich an Ballaststoffen – fördert eine gute Verdauung und sorgt für langanhaltende Sättigung.
Teilweise entölt – enthält dadurch weniger Kalorien als gemahlene Nüsse, aber volles Aroma.
Glutenfrei – perfekt für Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder als Abwechslung zu klassischen Getreidemehlen.
Natürlich aromatisch – bringt ein fein-nussiges, leicht süßliches Aroma in Teige und Desserts.
Tipps für Einsatz und Verarbeitung:
Bis zu ein Drittel des herkömmlichen Mehls (z. B. Weizen oder Dinkel) kann ohne spürbare Veränderung der Teigkonsistenz durch Haselnussmehl ersetzt werden.
Da Nussmehle kein Gluten enthalten, kann Haselnussmehl auch mit anderen Mehlsorten kombiniert oder mit zusätzlichen Bindemitteln wie Eier, Stärke oder Flohsamenschalen verwendet werden. Will man ganz auf Haselnussmehl setzen kann die Konsistenz durch Zugabe von Flüssigkeit, Ei oder Topfen ausgeglichen werden.
Sorgt in Brot oder Gebäck für eine dezente Nussnote.
Gibt Smoothies oder Shakes mehr pflanzliches Eiweiß.
Zaubert in Müslis oder Porridge nussiges Aroma und zusätzliche Ballaststoffe.
Über Joghurt oder Topfen (Quark) gestreut schafft es eine aromatische, nährstoffreiche Topping-Variante.
Verleiht beim Panieren oder Verfeinern von Gemüse, Fisch oder Tofu eine feine Kruste mit nussigem Geschmack.
Lagerung und Haltbarkeit
Damit das Haselnussmehl sein volles Aroma behält:
Kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahren – ideal in einer gut verschlossenen Dose oder einem dunklen Glas.
Nach dem Öffnen zügig verbrauchen, da Nussmehle aufgrund ihres Restfettgehalts empfindlich gegenüber Licht und Wärme sind.
Bei richtiger Lagerung ist das Mehl jedenfalls bis zu 12 Monate haltbar. Ein muffiger oder bitterer Geruch weist darauf hin, dass das Mehl ranzig geworden ist – dann bitte nicht mehr verwenden.

